Nachrichten / Leverkusen

Zeltlager Betreuer wird weiter vermisst

Die Staatsanwaltschaft in Frankreich hat Anklage gegen die beiden Leiter des Leverkusener Zeltlagers erhoben. Das hat der zweite Vorsitzende der Jugendorganisation St. Antonius der deutschen Presseagentur bestätigt. Das Zeltlager war am Donnerstag bei einem Unwetter überflutet worden.


http://www.radioleverkusen.de/lev/rl/1515864/news/leverkusen

Errichtung eines illegalen Campingplatzes, Gefährdung von Personen und Schwarzarbeit - das wirft die Staatsanwaltschaft den beiden Camp-Leitern vor. Der zweite Vorsitzende des Vereins weist die Schuld aber von sich. Wir haben uns absolut nichts vorzuwerfen, sagt er. Die beiden Männer sind zurzeit noch in Frankreich, um sich mit ihrer Anwältin zu beraten. Die rund 100 Kinder, die aus dem völlig zerstörten Zeltlager gerettet wurden, sind seit Samstagabend wieder in Leverkusen. Ein Betreuer wird noch vermisst. Sollte er im schlimmsten Fall nicht überlebt haben, droht den Camp-Leitern auch noch eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.

 

Ein heftiges Unwetter hatte das Zeltlager der Jugendförderung St-Antonius aus Leverkusen zerstört. Immerhin: alle rund 100 Kinder konnten gerettet werden - am Samstagabend sind sie mit Bussen zurück nach Leverkusen gebracht worden.

 

Tosender Applaus und pure Erleichterung. Nach einer 18-stündigen Bus-Fahrt konnten Eltern und Angehörige ihre Kinder wieder in die Arme schließen. In einem abgeschirmten Bereich an der Bay-Arena haben auch Oberbürgermeister Richrath, Jugenddezernent Marc Adomat und Mitarbeiter vom Jugendamt auf sie gewartet. Außerdem wurden die Kinder von Seelsorgern betreut. Zwei Kinder mussten kurzfristig medizinisch betreut werden - ansonsten geht es allen soweit gut, sagt die Stadtverwaltung in einer Bilanz.

Der Verein muss aber weiter um einen seiner Betreuer bangen. Der 66-Jährige wird seit dem Unwetter vermisst - er wurde offenbar von den Wassermassen mitgerissen. Rettungskräfte haben schon ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet abgesucht - bisher ohne Erfolg.

Außerdem droht den beiden Camp-Leitern Ärger. Sie wurden von der Polizei verhört - konnten erst am Samstag wieder gehen. Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie. Demnach besteht Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, erschwert durch Gefährung anderer. Außerdem soll der Campingplatz ohne Genehmigung errichtet worden sein. Der Bürgermeister vor Ort sagt außerdem, er habe die Leverkusener Gruppe noch vor dem Unwetter vor möglichen Überflutungen gewarnt.

Im Laufe der Woche wollen die Camp-Leiter nachhause kommen und sich dann offenbar zu den Vorwürfen äußern. (13.08.2018)


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