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Mordprozess um Hanaa S.: Angeklagter belastet seinen Bruder

Im Wuppertaler Mordprozess gegen fünf Angehörige der im April 2015 verschwundenen Irakerin Hanaa S. hat am Freitag ein Angeklagter ausgesagt.

Wuppertal (dpa/lnw) - Im Wuppertaler Mordprozess gegen fünf Angehörige der im April 2015 verschwundenen Irakerin Hanaa S. hat am Freitag ein Angeklagter ausgesagt. Der 36-Jährige belastete in einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung seinen gleichfalls angeklagten jüngeren Bruder. Dieser hatte vor Monaten bereits eine Mitverantwortung für die Tötung seiner Schwägerin gestanden. Der 26-Jährige habe ihm über einen Streit mit seiner Schwägerin Hanaa berichtet und gesagt, sie sei "jetzt tot", erklärte der ältere Bruder.

Der 26-Jährige hatte die Ermittler im Sommer nach bereits einjähriger Prozessdauer am Landgericht zu einem Waldstück bei Bruchsal in Baden-Württemberg geführt, wo in der Erde vergraben die Tote entdeckt wurde. Bis dahin beruhte das Mordverfahren auf Indizien und galt als "Prozess ohne Leiche".

Auf der Anklagebank sitzen nur Verwandte der Frau: ihr Sohn, der Ehemann und drei seiner Geschwister. Ihnen wird gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Laut Anklage sollen sie die 35 Jahre alte Irakerin getötet haben, um die Familienehre wiederherzustellen. Die sechsfache Mutter hatte sich von ihrem Mann getrennt. Der Prozess ist noch bis März 2018 terminiert, könnte früher aber zu Ende gehen.

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